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Immer die gleichen Aufgaben, die gleichen Abläufe, die gleichen Gesichter. Wenn deine Arbeit zur Routine geworden ist, langweilt sie schnell. Statt voreilig über eine Kündigung und einen Jobwechsel nachzudenken, kannst du dir neuen Schwung in deinen Arbeitsalltag holen. Und dafür brauchst du noch nicht mal ein Gespräch mit deinem Chef. Was du noch heute gegen Langeweile im Job tun kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Nutze die Interessen und Stärken deines Teams

Wie praktisch, dass Menschen so unterschiedlich sind. Was für dich eine langweilige Routineaufgabe ist, kann für andere ein echter Stimmungsaufheller sein.
Kaum zu glauben, aber ich hatte mal ein Kollegin, die total gerne Formulare ausgefüllt hat. Eine Aufgabe, vor der ich mich gezogen habe wie Gummi. Deswegen haben wir einfach Aufgaben getauscht.
So hatte jeder das, was ihm Freude macht und die Arbeit wurde schneller erledigt. Was könntest du denn zum Tausch anbieten?

Vielleicht bist du auch in der komfortablen Situation, dass du Aufgabe delegieren kannst. Natürlich solltest du nicht Dinge von dir weisen, die wirklich niemand gerne macht. Das wirft ein schlechtes Licht auf dich und fördert nicht die Zufriedenheit deiner Mitarbeiter. Wenn du aber die Vorlieben deines Teams kennst, kannst du die für dich langweilig gewordenen Aufgaben an jemanden abgeben. Im Besten Fall kann sich die Person durch die neue Aufgabe sogar noch weiterentwickeln.

Nimm dir 10 Minuten Zeit um deine Routineaufgaben durchzuschauen. Und prüfe, ob du durch einen Tausch oder durchs Abgeben für alle eine win-win Situation erzielen kannst.

Mache dir die Digitaliserung zu Nutze

Wenn du auf der Arbeit immer dasselbe machst, solltest du über Automatisierung nachdenken.
Prozesse, die immer gleich ablaufen, können wunderbar programmiert werden. Sei es die E-Mail, die du an 50 Leute schicken musst. Oder der Report, den du jeden Montag erstellst.

Statt dir noch Monate davon jeglichen Schwung nehmen zu lassen, kannst du heute mal zur IT gehen. Frage dort nach, ob jemand eine Idee hat wie der Prozess automatisiert werden kann.
Vielleicht hast du auch einen Kollegen, der super fit in Excel ist und was basteln kann.
Lieber einen Tag was ausprobieren als den gleichen Driss immer wieder zu beklagen.

Mach etwas bewusst anders

Zähneputzen ist deswegen so unspektakulär, weil du es immer auf die gleiche Art und Weise machst. Es ist eine Routine. Du denkst einfach nicht mehr drüber nach. Für meinen kleinen Neffen, ist Zähneputzen noch total aufregend. Hochkonzentriert drückt er die Zahnpasta auf die Bürste und ist stolz wie Oskar wenn nichts daneben geht.

Leider können wir nicht mehr Gewohnheiten verlernen, aber wir können sie bewusst anders machen. Halte morgen früh mal deine Zahnbürste mit der anderen Hand. Das wird mindestens zum Schießen.

Für mehr Spannung im Arbeitsalltag kannst du das machen:

  • Du kannst einen neuen Weg zur Arbeit fahren.
  • Dir mal nicht sofort nach Ankunft einen Kaffee machen.
  • Deine E-Mails erst Mittags checken.
  • Du kannst im nächste Meeting eine Frage stellen, wenn du sonst eher ruhig bist.
  • Jemand neues zum Mittagessen treffen.

Ändere deine Routinen so, dass dir der neue Ablauf besser gefällt. Denn auch der wird ja bald auch Routine.

Lass dich von anderen inspirieren

Wenn du die bis hier genannten Punkte umgesetzt hast, hast du Zeit für die spannenden Sachen.
Was? Auf deiner Arbeit ist nichts spannend?
Bist du sicher?

An was arbeiten denn deine anderen Kollegen? Oder womit beschäftigt sich gerade dein Chef? Nutze die Mittagspause, um bei den anderen nachzuhören, was sie gerade tolles machen.
Sobald dich etwas interessiert, kannst du deine Hilfe anbieten und zack hast du den Fuß in der Tür.

Einen großen Fehler solltest du vermeiden: Frage nicht um Erlaubnis, wenn es nicht zwingend erforderlich ist.

Warum deinen Chef entscheiden lassen, ob du bei dem spannenden Projekt unterstützen darfst? Wenn du deine sonstigen Aufgaben im Griff hast, kannst du sicher ein paar Tage woanders unterstützen. Informiere deinen Chef darüber. Aber frage nicht um Erlaubnis, wenn es nicht nötig ist. Je mehr du selbst über deinen Arbeitsablauf bestimmst, desto mehr kannst du deinen Alltag nach deinen Vorlieben bestimmen.

Sei mal wieder risikobereit

Über Langeweile im Job und zu viel Routine klagen, kann jeder. Wann aber hast du zuletzt wirklich was Kreatives und Neues gestartet? Wann bist du zuletzt ins Risiko gegangen und hast nicht auf die sichere Karte gesetzt?

Ja ha! Neue Aufgaben, neue Abläufe, neue Ideen sind immer auch ein Risiko. Und genau deswegen bleiben die meisten dann doch lieber bei dem Altbekannten. Das ist zwar langweilig, aber wenigstens nicht gefährlich. Sprüche wie „Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“, helfen da nicht abenteuerlustig zu werden.

Du musst raus aus dem Komfortzone und dich damit weiterentwickeln. Wenn du zu viele Routinen hast, heißt das du kannst deine Aufgaben. Dann ist es Zeit was Neues zu lernen.
Du musst ja nicht gleich den Job wechseln. Stattdessen kannst du Hier! rufen, wenn ein neues Projekt startet oder eine neue Weiterbildung angeboten wird.

Vielleicht kannst du sogar selbst ein aufregendes Projekt initiieren. Wenn du zu kreativ bist für 9 to 5, dann sei es auch wirklich. Nur dadurch ergeben sich neue Chancen, die dir Türen raus aus deinem Alltagstrott öffnen.


Photo by Thought Catalog on Unsplash